Ledger und Trezor* sind beide sichere Hardware Wallets, die den Schlüssel zu deinen Kryptowährungen offline auf einem zertifizierten Sicherheitschip aufbewahren. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie gut sie mit dem iPhone funktionieren, wie du dein Backup sicherst und wie weit sie ihre Technik offenlegen.

Ledger vs. Trezor: Welcher ist besser? Im Alltag waren bei uns beide gleich gut, denn wir haben selbst einen Ledger Flex* und einen Trezor aus der Safe-Reihe genutzt. Den Unterschied macht vor allem das iPhone, und dort fällt der Preis ins Gewicht: Einen Touchscreen mit Bluetooth bekommst du bei Ledger schon für 179 €, bei Trezor erst für 249 €. Trezor passt besser, wenn dir Open Source wichtig ist, also dass jeder den Code des Geräts einsehen kann, und du ohnehin nur am Computer oder mit Android arbeitest, denn dann bekommst du einen Touchscreen schon mit dem Trezor Safe 5 für 129 €. Abseits davon sind die Unterschiede klein, und vieles ist Geschmackssache.

Unser Tipp für die meisten ist deshalb ein Ledger, am günstigsten mit Touchscreen der Ledger Nano Gen5* für 179 €.

Talerbox Tipp

Kauf deine Hardware Wallet immer direkt beim Hersteller, also im Ledger-Shop oder im Trezor-Shop, und nicht gebraucht, bei Drittanbietern auf Marktplätzen oder bei Händlern wie Amazon oder Media Markt. Kriminelle haben schon echte Geräte geöffnet, mit versteckter Technik zum Abgreifen der Wiederherstellungswörter versehen und über Händler wieder in den Verkauf gebracht. Solche Eingriffe erkennt laut Ledger nicht einmal die Echtheitsprüfung in der App. Kommt dein Paket geöffnet an oder zeigt das Gerät schon Wörter oder eine PIN, nutze das Gerät auf keinen Fall und schicke es zurück.

Trezor vs. Ledger: die Unterschiede im Überblick

LedgerTrezor
Modelle5 Modelle von 59 € bis 399 €3 Modelle von 59 € bis 249 €
Nutzung per iPhone möglichalle außer Ledger Nano S Plus, per Bluetoothvoll nur der Trezor Safe 7, Trezor Safe 3 und 5 eingeschränkt
Sicherheitschipzertifizierter Sicherheitschip (Common Criteria)zertifizierter Sicherheitschip (Common Criteria), beim Trezor Safe 7 dazu ein offen prüfbarer zweiter Chip
Falsche PINsetzt sich nach 3 Versuchen zurück (Ledger Nano Gen5 und Ledger Flex)nach 16 Versuchen (Trezor Safe 3 und 5), 10 beim Trezor Safe 7
Backup ab Werk24 Wörter20 Wörter, auf Wunsch die üblichen 12 oder 24
Zusätzliches BackupRecovery Key (Karte), Ledger Recover (Cloud-Abo)mehrere Wortlisten, von denen ein Teil zum Wiederherstellen reicht, kostenlos
App„Ledger Wallet“, kostenlos, ohne Konto„Trezor Suite“, kostenlos, ohne Konto

Wie viele Kryptowährungen sie unterstützen, zählen beide Hersteller unterschiedlich: Ledger nennt über 500 in der eigenen App, Trezor tausende Coins und Token. Die großen Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Solana kannst du mit beiden aufbewahren, sodass das in der Praxis kaum einen Unterschied macht.

Die Modelle nach Preisklasse

In zwei Preisklassen stehen sich Ledger und Trezor direkt gegenüber: beim Einstieg für 59 € und bei den Topmodellen mit Touchscreen, Bluetooth und Akku für 249 €. Dazwischen hat jeder Hersteller eigene Modelle, und ganz oben bietet nur Ledger den Ledger Stax für 399 € an:

PreisklasseLedgerTrezor
59 €Ledger Nano S Plus: Tasten, kleines Display, nur KabelTrezor Safe 3: Tasten, kleines Display, nur Kabel
99 bis 129 €Ledger Nano X (99 €): Tasten, Bluetooth, AkkuTrezor Safe 5 (129 €): Farb-Touchscreen, nur Kabel
179 €Ledger Nano Gen5: E-Ink-Touchscreen, Bluetooth, Akkukein Gegenstück
249 €Ledger Flex: E-Ink-Touchscreen, Bluetooth, AkkuTrezor Safe 7: Farb-Touchscreen, Bluetooth, Akku
399 €Ledger Stax: großer gebogener Touchscreenkein Gegenstück
Trezor Safe 3, Trezor Safe 5 und Trezor Safe 7 nebeneinander
Trezor Safe 3, 5 und 7 für 59 bis 249 € (Bild: Trezor)

Beim Einstieg sind Ledger Nano S Plus* und Trezor Safe 3 fast gleich: Beide bedienst du mit zwei Tasten, beide laufen nur per Kabel. Bei den Topmodellen unterscheiden sich Ledger Flex und Trezor Safe 7 vor allem im Display: Der Ledger Flex hat ein E-Ink-Display wie ein E-Book-Reader, das sich bei uns im Alltag gut lesen ließ, und der Trezor Safe 7 ein helles Farbdisplay. Den Trezor Safe 7 kannst du außerdem kabellos laden, beim Ledger Flex liegt dafür der Recovery Key im Karton. Trezor gibt es zudem in allen drei Modellen als reine Bitcoin-Fassung zum gleichen Preis.

Ledger Flex zeigt beim ersten Einschalten den Begrüßungsbildschirm
Unser Ledger Flex: 2,8 Zoll E-Ink, gut lesbar

Talerbox Tipp

Bestell Hardware Wallets generell nicht mit deiner Haupt-E-Mail-Adresse und gib keine echte Telefonnummer an. Für eine Bestellung braucht sie niemand, und gelangen Kundendaten nach einem Datenleck an Betrüger, landen deren Mails so nicht in deinem Hauptpostfach.

Am iPhone und mit Android: Welche Modelle funktionieren?

Am deutlichsten unterscheiden sich Ledger und Trezor am iPhone. Selbstverständlich ist die Nutzung dort nicht, denn per USB-Kabel lässt das iPhone keine Verbindung zu einer Hardware Wallet zu, sie braucht dafür Bluetooth. Bei Ledger verbinden sich Nano X, Nano Gen5, Flex und Stax per Bluetooth, sodass du mit allen vier auch unterwegs senden kannst. Bei Trezor geht das nur mit dem Trezor Safe 7, denn Trezor Safe 3 und Trezor Safe 5 haben kein Bluetooth. Am iPhone kannst du mit ihnen nur Guthaben ansehen, kaufen und empfangen, senden geht nur am Computer oder mit einem Android-Handy. Den Ledger Nano S Plus kannst du am iPhone gar nicht nutzen, mit einem Android-Handy funktionieren dagegen alle Modelle beider Hersteller.

Unseren Trezor aus der Safe-Reihe haben wir am Computer mit der App „Trezor Suite“ eingerichtet und über längere Zeit genutzt, und Krypto zu empfangen und zu senden hat damit genauso gut geklappt wie mit unserem Ledger Flex.

Sicherheit: Sicherheitschip und Open Source

Beide Hersteller speichern deinen Schlüssel auf einem zertifizierten Sicherheitschip, und zwar bei allen Trezor- und Ledger-Modellen nach dem internationalen Prüfstandard Common Criteria. Kommt jemand an dein Gerät, braucht er deine PIN, und nach zu vielen falschen Versuchen setzt sich das Gerät zurück: beim Ledger Nano Gen5 und Ledger Flex nach 3, bei Trezor Safe 3 und Trezor Safe 5 nach 16 Versuchen, beim Trezor Safe 7 nach 10. In jedem Fall holst du dein Krypto mit deinem Backup auf ein neues Gerät zurück.

Papiercollage: zwei Hardware Wallets, links mit Schutzschild und Sicherheitschip, rechts mit Lupe über einem offenen Buch, dazwischen ein Zahlenschloss
Zertifizierter Chip und PIN bei beiden

Trezor setzt stärker auf Offenheit: Die Firmware, also die Software auf dem Gerät, ist Open Source, sodass jeder den Code einsehen kann, und der Sicherheitschip ist ohne Geheimhaltungsvertrag dokumentiert. Der Trezor Safe 7 hat zusätzlich einen zweiten Chip, den laut Trezor jeder unabhängig prüfen kann. Für dich heißt das: Du musst dich nicht allein auf das Wort des Herstellers verlassen, weil unabhängige Fachleute den Code und beim Trezor Safe 7 auch den Chip auf Fehler prüfen können.

Backup: So sicherst du deine Wallet bei Ledger und Trezor

Bei Ledger sicherst du deine Wallet mit 24 Wörtern auf dem Zettel aus dem Karton. Beim Ledger Nano Gen5, Flex und Stax liegt zusätzlich der Recovery Key bei, eine Karte, auf der du per Berührung eine Kopie speicherst. Dazu bietet Ledger das kostenpflichtige Abo Ledger Recover an, bei dem drei Firmen verschlüsselte Teile deines Schlüssels speichern. Für die meisten ist das unnötig, denn eine Hardware Wallet kaufst du gerade, damit nur du deinen Schlüssel hast, und gibst du ihn ohnehin in fremde Hände, ist eine regulierte Krypto-Börse wie Bitvavo* genauso gut.

Trezor nutzt ab Werk 20 Wörter statt 24, auf Wunsch kannst du auch die üblichen 12 oder 24 wählen. Mit den 20 Wörtern kannst du zusätzlich ein kostenloses Backup in mehreren Teilen anlegen: Statt einer Wortliste erstellst du zum Beispiel fünf, jede mit eigenen 20 Wörtern, und schon drei davon reichen, um deine Wallet wiederherzustellen. So kannst du sogar zwei Teile verlieren, ohne dass dein Krypto weg ist. Einen Dienst, der dein Backup bei Firmen speichert, gibt es bei Trezor nicht, dein Backup bleibt also immer bei dir. Egal ob Ledger oder Trezor: Schreib dein Backup nur auf Papier oder Metall und tippe es nie in eine App oder Webseite ein, denn beide Hersteller fragen nie nach diesen Wörtern, und wer dich danach fragt, will an dein Krypto.

Die Apps: Ledger Wallet und Trezor Suite

Beide Apps sind kostenlos, kommen ohne Konto aus und laufen auf Windows, macOS, Linux, Android und iOS. Am stärksten sind beide beim Verwahren: Du siehst dein Guthaben und sendest und empfängst Krypto, während dein Schlüssel auf dem Gerät bleibt. Kaufen, Tauschen und Staken, also Krypto gegen eine Belohnung bereitstellen, laufen dagegen über Partner, bei denen du für den Kauf ein Konto mit Ausweisprüfung brauchst und deren Gebühren dazukommen. Wir kaufen Krypto deshalb lieber bei einer günstigen, regulierten Krypto-Börse wie Bitvavo* und senden es danach auf die Hardware Wallet.

Startseite der App Ledger Wallet mit den Knöpfen Empfangen, Kaufen, Verkaufen und Senden
Unsere Ledger-App: Senden und Empfangen auf der Startseite

Ledger zeigt dir vor jeder Bestätigung die Gesamtkosten an. Trezor nennt die Gebühren dagegen „dynamisch“ und rät, den eingezahlten mit dem erhaltenen Betrag zu vergleichen, weil darin alle Kosten stecken.

Für wen lohnt sich Ledger, für wen Trezor?

Nutzt du vor allem das iPhone und willst einen Touchscreen, nimm einen Ledger, am günstigsten den Ledger Nano Gen5* für 179 €, denn Trezor bietet dafür nur den Trezor Safe 7 für 249 €. Arbeitest du am Computer oder mit Android und ist dir Open Source wichtig, passt Trezor gut, schon der Trezor Safe 5 für 129 € hat einen Farb-Touchscreen. Willst du nur Bitcoin aufbewahren, nimmst du bei Trezor einfach die reine Bitcoin-Fassung deines Modells, die gleich viel kostet.

Talerbox Tipp

Kaufst du deinen Ledger über unsere Links im Ledger-Shop, legt Ledger deiner Bestellung einen Bitcoin-Gutschein bei, über 20 US-Dollar beim Ledger Nano Gen5, Ledger Flex und Ledger Stax und über 10 US-Dollar beim Ledger Nano S Plus und Ledger Nano X. Einen zusätzlichen Code brauchst du dafür nicht, und wie du den Gutschein einlöst, liest du auf unserer Seite zum Ledger Rabattcode.

Für den kleinen Geldbeutel sind Ledger Nano S Plus und Trezor Safe 3 für je 59 € gleichwertig, und bei den Topmodellen für 249 € entscheidest du zwischen E-Ink-Display mit Recovery Key beim Ledger Flex und Farbdisplay mit kabellosem Laden beim Trezor Safe 7. Alle Ledger-Modelle vergleichen wir im Detail in unserem Ledger Vergleich, und wie sich der Ledger Flex im Alltag schlägt, liest du in unseren Ledger Flex Erfahrungen.

Zum Ledger Nano Gen5*

Zu Trezor*

FAQ zu Ledger vs. Trezor

Ist Trezor besser als Ledger?
Im Alltag fanden wir beide gleich gut, unser Tipp für die meisten ist aber ein Ledger, weil er am iPhone stärker ist und einen Touchscreen mit Bluetooth schon für 179 € bietet. Trezor setzt stärker auf Open Source und bietet ein kostenloses Backup aus mehreren Wortlisten.
Funktioniert Trezor mit dem iPhone?
Voll nur der Trezor Safe 7 per Bluetooth. Mit Trezor Safe 3 und Trezor Safe 5 kannst du am iPhone nur Guthaben ansehen, kaufen und empfangen, zum Senden brauchst du einen Computer oder ein Android-Handy.
Hat Trezor so etwas wie Ledger Recover?
Nein, einen Dienst, der dein Backup bei Firmen speichert, gibt es bei Trezor nicht. Trezor setzt auf Wörter auf Papier oder Metall und auf das kostenlose Backup in mehreren Teilen, sodass dein Schlüssel immer nur bei dir liegt.
Was ist günstiger, Ledger oder Trezor?
Beim Einstieg kosten Ledger Nano S Plus und Trezor Safe 3 je 59 €, bei den Topmodellen Ledger Flex und Trezor Safe 7 je 249 €. Den günstigsten Touchscreen hat Trezor mit dem Trezor Safe 5 für 129 €, und den günstigsten Touchscreen mit Bluetooth fürs iPhone hat Ledger mit dem Ledger Nano Gen5 für 179 €.
Brauche ich für Ledger oder Trezor ein Konto?
Nein, für die Apps „Ledger Wallet“ und „Trezor Suite“ brauchst du kein Konto. Nur wenn du darüber Krypto bei einem Partner kaufst, legst du dort eines an.

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