Kryptowährungen sind für viele Investoren ein spannendes Thema, dass sie gerne ihrem Portfolio beimischen. Doch nach den ersten Trades und vielleicht auch ein wenig Staking und Lending kommt am Ende des Jahres zunächst der Schock. Der Handel mit Kryptowährungen muss nun in der jährlichen Einkommensteuererklärung erfasst werden und du fragst dich: wie ging das nochmal mit der Bitcoin und Krypto Steuer?

Doch keine Sorge! Die Erfassung muss kein Hexenwerk sein. Wir erklären dir, was du über die Besteuerung von Kryptowährungen wissen musst, wie du deine Krypto Steuern automatisch in wenigen Minuten dokumentieren kannst und wie du mit ein paar kleinen Tricks sogar Steuern sparen kannst.


Das Wichtigste zur Krypto Steuer Deutschland

  • Krypto Gewinne zählen zu den privaten Veräußerungsgeschäften und werden mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz über die jährliche Steuererklärung versteuert.
  • Krypto Gewinne sind bis zur Freigrenze von 1000 € oder nach Ablauf der 1 Jahr Haltefrist bei Verkauf steuerfrei.
  • Für Erträge aus Staking und Lending sind Gewinne bis zu einer Freigrenze von 256 € steuerfrei.
  • Steuerexperten empfehlen grundsätzlich alle Kryptotransaktionen in der Steuererklärung offenzulegen, dann sind die Sorgen vor dem Finanzamt unbegründet.
  • Dank Krypto Steuer-Tools wie Cointracking können alle deine Kryptotransaktionen einfach dokumentiert und mit wenigen Klicks ein Steuerreport für das jeweilige Steuerjahr erstellt werden (15% Rabatt über unseren Talerbox Link* – Für Neu- und Bestandskunden gültig).


Wann zahlst du Steuern auf deine Kryptowährungen in Deutschland?

Krypto Steuer Deutschland

Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich bei Kryptowährungen für den Gesetzgeber nicht um eine Währung bzw. Zahlungsmittel wie beispielsweise den EURO. Vielmehr werden Kryptowährungen als Wirtschaftsgüter kategorisiert. Der Verkauf einer Kryptowährung oder der Tausch in eine andere Kryptowährung ist deshalb nach § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG ein privates Veräußerungsgeschäft, dass mit deinem persönlichen Steuersatz über die jährliche Einkommensteuererklärung zu versteuern ist. Die Besteuerung kann sich daher zwischen 0 % und 45 % in Deutschland bewegen.

Ganz vereinfacht: Beträgt dein persönlicher Steuersatz 20%, dann musst du 20% Steuern auf die erzielten Krypto Gewinne zahlen.

Steuerexperten empfehlen grundsätzlich alle Kryptoaktivitäten bei der Steuererklärung offenzulegen und für volle Transparenz gegenüber dem Finanzamt zu sorgen. So kann eine Unterschlagung von steuerpflichtigen Transaktionen vermieden werden und du kannst deine Steuererklärung stressfrei abgeben.

Wann du Steuern auf deine Krypto in Deutschland zahlen musst

  1. Verkauf von Kryptowährungen & -assets ✅ *
  2. NFTs ✅
  3. ICOs & IEOs ✅ *
  4. Airdrops ✅ *
  5. Hardforks ✅ *
  6. Tausch von Kryptowährungen (BTC > ETH) ✅ *
  7. Krypto-Zinsen (Staking, Lending, Mining etc.) ✅ **
  8. Gehalt in Kryptowährungen ✅

* Beim Verkauf vor Ablauf der Haltefrist von 365 Tagen & Gewinn über 1000€ fallen Steuern an.
** Einkünfte werden bereits beim Zufluss besteuert, jedoch gilt eine Freigrenze von 256€.

Wann du KEINE Steuern auf Krypto in Deutschland zahlst

  1. Gewinne unter € 1000 pro Jahr ❌
  2. Krypto-Zinsen unter € 256 pro Jahr (Einkommen) ❌
  3. Kauf mit Fiat-Währungen ❌
  4. Krypto HODLn (min. 365 Tage) ❌
  5. Schenkung (unter € 20.000) ❌
  6. Spenden ❌
  7. Account Transfers (Krypto-Börse auf Wallet) ❌

Talerbox Tipp

Wenn du mehr zum Thema Krypto-Steuer in Österreich erfahren möchtest, empfehle ich dir unseren Guide „Krypto-Steuer Österreich„. Für weiterführende Informationen zur Krypto-Steuer in der Schweiz empfehle ich den Guide von Schwiizer Franke – „Krypto-Steuern Schweiz„.

Sind Kryptowährungen wirklich nach 1 Jahr steuerfrei?

  • Wenn du eine Kryptowährung kaufst und diese länger als 1 Jahr hältst, ohne damit zu handeln, dann sind die erzielten Gewinne nach einem Jahr (365 Tagen) steuerfrei.
  • Handelst du innerhalb eines Jahres mit den gekauften Kryptowährungen und erzielst Gewinne, unterliegen die Gewinne deinem persönlichen Einkommensteuersatz.
  • Für zu versteuernde Krypto Gewinne gilt eine Steuerfreigrenze von 1000 €. Überschreitest du diese nicht, müssen auch innerhalb eines Jahres keine Steuern gezahlt werden. Wird die Freigrenze jedoch überschritten, ist der volle Betrag steuerpflichtig.
  • Achtung: Die Freigrenze gilt nicht nur für Kryptowährungen, sondern für alle privaten Veräußerungsgeschäfte wie Kunstwerke oder Gold.

Zur Ermittlung der Steuerfreiheit setzt das Finanzamt die FIFO-Methode an. Dabei wird angenommen, dass Coins, die zuerst gekauft wurden, auch als Erstes wieder verkauft werden. Eine andere Methode zur Ermittlung, wie beispielsweise LIFO, ist nicht zulässig.

Talerbox Tipp

Es ist aufgrund des FIFO-Verfahrens ratsam, separate Depots und Wallets für das langfristige Halten von Kryptowährungen und für kurzfristige Trades anzulegen. Durch die Trennung vermeidest du, dass die Steuerfreiheit deiner älteren Kryptowährungen bei kurzfristigen Trades gefährdet wird und hast eine saubere Trennung für die Steuererklärung.


Krypto Steuern auf Cashback?

Für die Besteuerung von Krypto-Cashback, dass du über Krypto Kreditkarten wie die Crypto.com Visa Karte gesammelt hast, gibt es noch keine eindeutige Rechtslage der deutschen Finanzbehörden. Laut unserem Steuerexperten Philipp Hornung von der Kanzlei Winheller gibt es zwei vertretbare Möglichkeiten: 

  1. Du kategorisierst das Cashback als steuerpflichtigen Reward. Das bedeutet, dass bereits bei Auszahlung auf das volle Cashback Steuern gezahlt werden müssen.
  2. Du kategorisierst das Cashback als einen Kauf der jeweiligen Kryptowährung. Das ist die steuerlich die bessere Variante, da nur dann Steuern gezahlt werden müssen, wenn die Coins innerhalb der 1 Jahresfrist veräußert werden. Hältst du die Coins weniger als 1 Jahr, kann die Freigrenze von 1000 € genutzt werden.


Wie wird Krypto Staking in Deutschland versteuert?

Für Krypto Staking Rewards gibt es in Deutschland eine Freigrenze bis 256 €, die steuerfrei sind. Sollte dieser Betrag überschritten werden, muss der volle Betrag entsprechend dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert werden. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass sich durch das Staking nicht die übliche Haltefrist von einem Jahr verlängert, nach der Kryptowährungen steuerfrei verkauft werden können.

Krypto Staking Steuern

Eine ausführliche Erklärung dazu, einschließlich einer Schritt-für-Schritt Anleitung, findest du in unserem Artikel „Krypto Staking Steuern.


Wie wird Krypto Trading besteuert?

  1. Margin-Trading: Margin-Trading ist der Handel auf Kreditbasis, also mit Fremdkapital, dass der Trader beispielsweise vom Broker oder einer Bank erhält. Durch das Fremdkapital lassen sich größere Positionen beim Handel platzieren, für die das eigene Kapital sonst nicht ausreichen würde. Im Gegenzug zahlt der Trader dafür Zinsen und muss Sicherheiten hinterlegen.

    In der Regel werden Margin Geschäfte als Termingeschäfte kategorisiert und pauschal mit der 25 % Kapitalertragsteuer (Abgeltungssteuer) besteuert. Diese kann in vielen Fällen unter dem persönlichen Einkommensteuersatz liegen, jedoch entfällt damit auch die Steuerfreiheit der Gewinne nach 1 Jahr Haltefrist. Denn die Steuerfreiheit greift bei Kapitaleinkünften nicht.
  2. Future-Trading: Beim Future Trading einigen sich Käufer und Verkäufer eines Vermögenswertes (z.B. Krypto) zu einem festgelegten Zeitpunkt und Preis in der Zukunft diesen Vermögenswert zu kaufen und verkaufen. Damit spekulieren die Parteien auf den Preisanstieg oder Fall der Kryptowährung in der Zukunft. Das Future Trading wird ebenfalls als Termingeschäft kategorisiert.

    Durch die Kategorisierung als Termingeschäft erfolgt auch hier eine pauschale Besteuerung mit der Kapitalertragssteuer von 25 % und es entfällt die 1-jährige Haltefrist für die steuerfreie Vereinnahmung von Gewinnen.

Beachte, dass für die steuerliche Einordnung von Derivaten nicht die Produktbezeichnung der Börse entscheidend ist, sondern welches Produkt sich hinter der Bezeichnung genau verbirgt und wie das Produkt in der Praxis funktioniert. Es kann deshalb in Einzelfällen durchaus vorkommen, dass statt der Kapitalertragsteuer die übliche Kategorisierung als privates Veräußerungsgeschäft und damit die Besteuerung über den persönlichen Einkommensteuersatz anfällt. In der Regel kannst du jedoch davon ausgehen, dass auf gängigen Börsen das drinsteckt, was draufsteht.


Wie werden NFTs versteuert?

NFTs werden genau wie sonstige Kryptowährungen besteuert. Das heißt, Gewinne werden mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert, sofern der NFT weniger als 1 Jahr gehalten wurde. Liegt die Haltefrist über 1 Jahr, sind die Gewinne steuerfrei.

NFT Krypto Steuer

Mehr zum Thema NFT und Steuern findest du in unserem NFT Steuern Guide.

Hinweis


Das BMF hat sich noch nicht konkret zur Besteuerung von NFTs geäußert. Es ist daher möglich, dass es zukünftig Abweichungen von der bisher gängigen Praxis gibt.


Werden die Steuern auf Kryptowährungen automatisch abgeführt?

Leider werden generell die Steuern auf deine Kryptotransaktionen nicht automatisch ans Finanzamt abgeführt, wie du es eventuell von deinem Aktien-Broker kennst. Das liegt daran, dass Kryptowährungen mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert werden müssen. Da dieser Steuersatz bei jedem individuell berechnet wird und sich jedes Jahr ändern kann, ist es für Krypto-Börsen nicht möglich, die Steuer automatisch für dich abzuführen, selbst wenn sie es wollten.

Wir raten davon ab, steuerpflichtige Kryptotransaktionen nicht dem Finanzamt zu melden. Denn auch wenn Kryptowährungen dir Privatsphäre suggerieren, sind sie alles andere als anonym und es wird zunehmend einfacher die Transaktionen auf der Blockchain zu verfolgen und nachzuvollziehen. Die Werkzeuge, die das Finanzamt heute und in Zukunft zur Verfügung hat, verbessern sich stetig. Eine Verjährung der Steuerstraftaten erfolgt zudem erst nach bis zu 15 Jahren.

Davon solltest du dich aber nicht beunruhigen lassen. Wenn du dem Finanzamt alle Transaktionen transparent offen legst, hast du nichts zu befürchten, auch wenn sich bei der Übermittlung mal ein Fehler eingeschlichen hat. Folgend zeigen wir dir, wie du deine Kryptotransaktionen ganz einfach und automatisch dokumentieren und für die Steuer vorbereiten kannst.


Krypto-Aktivitäten einfach für die Steuer vorbereiten

Damit die korrekte Ermittlung der Steuerlast in der jährlichen Steuererklärung gelingt, ist zunächst eine lückenlose und ordentliche Dokumentation aller Transaktionen notwendig. Machst du das in deiner Steuererklärung manuell, kann das sonst schnell komplex und aufwändig werden.

Einfacher und automatisiert lassen sich deine Krypto-Aktivitäten mit Krypto Steuer Tools erfassen. Dazu müssen die Transaktionen einfach per CSV Datei von den Börsen exportieren und in das Steuer-Tool importiert werden. Alternativ und noch automatisierter geht es per Abfrage der Wallet Adressen oder per API-Schlüssel. Über den API-Schlüssel werden alle deine Transaktionen der Kryptobörsen automatisch und tagesaktuell vom Steuer-Tool erfasst und im Steuerreport automatisch berücksichtigt.

Wie kann man die Krypto Steuern automatisieren?

BörseManuelle CSVAPI (automatisch)Anleitung Steuererklärung
BinanceBinance Steuer Anleitung
CoinbaseCoinbase Steuer Anleitung
crypto.com Appcrypto.com App Steuer Anleitung
crypto.com Exchangecrypto.com Steuer Anleitung
KrakenKraken Steuer Anleitung
BisonBison Steuer Anleitung
BitvavoBitvavo Steuer Anleitung
eToroeToro Steuer Anleitung

Dein Anbieter ist nicht dabei? Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Cointracking* gemacht und nutzen es auch selbst für unsere Krypto Staking Steuern (15% Lifetime Rabatt über unseren Talerbox Link – Für Neu- und Bestandskunden).


Wo werden Kryptowährungen in der Steuererklärung eingetragen?

Bitcoin und Kryptowährungen werden vom Gesetzgeber als „andere Wirtschaftsgüter“ eingestuft. Die Besteuerung erfolgt daher auf der gleichen Grundlage wie Gold oder Kunstwerke. Der ermittelte Gewinn und Verlust wird in der Steuererklärung in der Anlage SO “sonstige Einkünfte” eingetragen.

Bitcoin und Kryptowährung Steuer

In den Zeilen 42 bis 49 kannst du alle Angaben zu Veräußerungen von Kryptowerte wie Bitcoin, Ether etc. eintragen, sofern diese unter der Haltefrist von 1 Jahr liegen und damit für die Steuererklärung relevant sind.

Die Kapitalerträge aus dem Margin und Future Trading werden hingegen unter Anlage KAP in den Zeilen 18 bis 26 eingetragen, da sie zu den Kapitaleinkünften zählen.

Bitcoin und Kryptowährung Steuer 2

Deutlich einfacher und automatisierter geht es mit einem Krypto Steuer-Tool. Damit lassen sich alle Transaktionen per CSV oder API-Schlüssel sauber dokumentieren und entsprechend für die Steuererklärung berücksichtigen. Nach der Erfassung mit einem der Tools erhältst du automatisch einen Steuerbericht für das jeweilige Jahr, der alle Transaktionen sauber dokumentiert und übersichtlich den Gewinn und Verlust für dich ermittelt.

Sofern du das WISO Programm* für deine Einkommensteuererklärung nutzt, kannst du nun den Steuerreport automatisch importieren. WISO trägt dann die notwendigen Daten aus dem Steuerreport automatisch in deine Steuererklärung für dich ein.

Cointracking WISO Import

Dank der Kombination aus WISO und einem Krypto Steuer-Tool wie Cointracking musst du dich gar nicht mehr großartig selbst um die Erfassung deiner Kryptotransaktionen für die Steuererklärung kümmern, da die Tools automatisch die Abwicklung für dich übernehmen.

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Bestes Krypto Steuer-ToolCoinTracking


Fazit: Krypto Steuer in Deutschland ein Problem?

Die Steuererklärung für Kryptowährungen mag anfangs kompliziert erscheinen, sollte jedoch kein Hindernis für eine Investition in Krypto sein. Wenn du grundlegende Regeln befolgst und Krypto-Steuer-Tools zur Dokumentation deiner Transaktionen nutzt, kannst du leicht einen detaillierten Steuerbericht erstellen. So wirst du feststellen, dass die Besteuerung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen unkompliziert ist und die im Internet kursierenden Horrorgeschichten über Krypto-Steuern oft übertrieben sind.


Tipps zum Optimieren der Krypto Steuer

  1. Halte Kryptowährungen langfristig: Die aktuelle Gesetzeslage zur Besteuerung von Kryptowährungen ermöglicht dir Krypto Gewinne steuerfrei zu vereinnahmen, wenn du sie nach Kauf mindestens 1 Jahr liegen lässt.

    Wenn du diesen Umstand nutzt und deine Kryptowährungen ausschließlich kaufst, ohne sie zu staken oder zu verleihen, musst du also nie Steuern auf deine Kryptowährungen zahlen. Dennoch solltest du dabei die Marktdynamiken im Hinterkopf behalten. Der Kryptomarkt ist sehr schnelllebig und 1 Jahr kann eine Ewigkeit im Kryptomarkt sein. Es ist im Zweifel immer besser auf Gewinne Steuern zu zahlen, als eine Kryptowährung zu halten, bis sie wertlos ist.  

    Talerbox Tipp: Ein Diebstahl deiner Kryptowährungen kommt dir leider gleich doppelt zu stehlen. Denn ein Diebstahl kann nicht als Verlust in deiner Steuererklärung geltend gemacht werden.

  2. Gewinne und Verluste verrechnen Wenn du mit dem Handel von Kryptowährungen einen Verlust gemacht hast, kannst du diesen Verlust mit anderen Krypto-Gewinnen oder anderen privaten Veräußerungsgeschäften verrechnen. Damit kann die Steuerlast insgesamt für das Steuerjahr verringert werden.

    Beispiel: Hast du 1000 € Verlust mit dem Verkauf von Bitcoin erzielt, aber 1000 € Gewinn mit der Verkauf von Ethereum, dann musst du auf den erzielten Gewinn mit Ethereum keine Steuern zahlen.

    Hast du keine Möglichkeit deine Verluste mit Gewinnen zu verrechnen, werden die Verluste vom Finanzamt unbegrenzt auf zukünftige Jahre vorgetragen und können dann mit zukünftigen Gewinnen verrechnet werden.

    Beachte jedoch, dass du nicht verschiedene Einkunftsarten miteinander verrechnen kannst. Die Verrechnung von Aktiengewinnen mit Kryptoverlusten ist nicht möglich.

Talerbox Tipp

Es lohnt sich jedes Jahr das Krypto Depot auszumisten und Coins bei denen du keine Chance auf Erholung siehst, abzustoßen, um die Verluste für zukünftige Jahre steuerlich geltend zu machen. So kannst du mit den Verlusten zumindest zukünftig Steuern sparen. Mehr dazu im folgenden Abschnitt.

Hinweis


Wir sind keine Steuerberater und bei den hier gezeigten Tipps handelt es sich um keine Steuerberatung! Wir zeigen dir lediglich, wie wir unsere Krypto Steuern dokumentieren und teilen unsere Erfahrungen. Solltest du dir trotz unserer Tipps unsicher bei der Erstellung deiner Steuererklärung sein, empfehlen wir den Rat eines Steuerberaters einzuholen. Erste Beratungsgespräche sind meist zu kleinen Pauschalbeträgen möglich.


FAQ zur Krypto Steuer Deutschland

  • Müssen Steuern auf Kryptowährungen gezahlt werden?

    Der Handel mit Kryptowährungen ist ein privates Veräußerungsgeschäft. Die Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen müssen in der jährlichen Steuererklärung angegeben und versteuert werden.

  • Wird bei Kryptowährungen die Steuer automatisch abgeführt?

    Krypto Gewinne werden mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert, der individuell ermittelt wird. Deshalb haben Krypto-Börsen keine Möglichkeit, die Steuer für dich automatisch abzuführen, selbst wenn sie es wollten. Über Krypto Steuer-Tools lässt sich die Erfassung bei Kraken dennoch automatisieren. Mit unserem Krypto Steuer Tool Vergleich findest du das passende Tool für dich.

  • Melden Krypto Börsen automatisch dem Finanzamt?

    Derzeit melden Krypto Börsen keine Transaktionen automatisch an das Finanzamt. Das Finanzamt kann jedoch Auskunftsanfragen an die Börsen stellen. Zudem sind bereits regulatorische Maßnahmen auf den Weg gebracht worden, die Krypto-Börsen zukünftig stärker in die Dokumentationspflicht nehmen wird. Wir empfehlen dringend, stets eine ordentliche Steuererklärung abzugeben und keine Transaktionen zu unterschlagen. Steuerstraftaten verjähren erst nach bis zu 15 Jahren. Das braucht dir aber keine Sorgen bereiten. Wenn du deinem Finanzamt alle Transaktionen transparent offen legst, hast du nichts zu befürchten.

  • Wie viel Steuern müssen auf Kryptowährungen gezahlt werden?

    Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährung werden mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert. Es gibt jedoch eine jährliche Freigrenze von 1000 €, unter der du keine Steuern zahlen musst. Bei der Haltefrist über 1 Jahr musst du auf erzielte Gewinne ebenfalls keine Steuern zahlen.
    Bei Erträgen aus Lending und Staking liegt die jährliche Freigrenze bei 256 €.

  • Was passiert, wenn man Kryptowährungen nicht versteuert?

    Wenn du steuerpflichtige Krypto Gewinne in deiner Steuererklärung nicht angibst, machst du dich strafbar. Die genaue Höhe der Strafe ist vom Umfang der Straftat abhängig. Da Steuerstraftaten erst nach bis zu 15 Jahren verjähren, hat das Finanzamt auch in Zukunft noch die Möglichkeit, vergangene Transaktionen zu überprüfen, die du bis dahin vielleicht schon längst vergessen hast. Legst du alle Transaktionen transparent offen, hast du jedoch nichts zu befürchten.

  • Können Verluste mit Gewinnen verrechnet werden?

    Gewinne und Verluste, die innerhalb der Haltefrist realisiert werden, können ohne Begrenzung miteinander im selben Steuerjahr verrechnet werden. Beispiel: Hast du einen Gewinn von 500 € mit Bitcoin und einen noch nicht realisierten Verlust mit Ethereum von 500 €, können bei Verkauf die Positionen miteinander verrechnet werden und es muss keine Steuer gezahlt werden.

  • Wann sind Gewinne und Verluste aus dem Handel mit Krypto steuerpflichtig?

    Gewinne und Verluste von Kryptowährungen sind steuerlich relevant, wenn sie innerhalb von einem Jahr veräußert werden. Gewinne, die bei einer Haltefrist von über 1 Jahr realisiert werden, sind steuerfrei.

  • Können Verluste mit den Einnahmen aus Staking verrechnet werden?

    Die Gewinne und Verluste aus dem Handel mit Kryptowährungen (§23 EStG) können nicht mit Einkünften aus dem Staking (§22 Nr.3 EStG) verrechnet werden, da dies für den Gesetzgeber unterschiedliche Einkunftsarten sind.

  • Können Verluste in das kommenden Steuerjahr vorgetragen werden?

    Erzielst du am Ende des Jahres einen steuerlichen Verlust, wird dieser vom Finanzamt unbegrenzt in das nächste Steuerjahr vorgetragen. Die vorgetragenen Verluste werden automatisch mit zukünftigen Gewinnen im nächsten Steuerbescheid verrechnet, bis alle Verluste aufgebraucht sind.

  • Können Verluste in frühere Jahre zurückgetragen werden?

    Nach §10d des Einkommensteuergesetzes ist das möglich. Wurde am Ende des Jahres ein steuerlicher Verlust erzielt, kann dieser mit Gewinnen aus dem Vorjahr verrechnet werden. Der Verlustrücktrag ist gesondert in der Steuererklärung (Anlage SO) zu beantragen und auf 2 Millionen begrenzt. Bei einem erfolgreichen Verlustrücktrag erhältst du einen Teil der bereits gezahlten Steuer des Vorjahres vom Finanzamt zurück.

  • Was kann nicht mit Krypto-Verlusten gegengerechnet werden?

    Es ist nicht möglich, Einkünfte aus selbständiger Arbeit, Kapitalvermögen oder Vermietung mit Krypto-Verlusten zu verrechnen. (§ 23 EStG)